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Blutbad in Duisburger Fitnessstudio war Islamisten-Terror – Generalbundesanwalt übernimmt

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War die blutige Attacke in einem Duisburger Fitnessstudio die Tat eines Islamisten? Dafür mehrten sich zuletzt Anhaltspunkte. Die Bundesanwaltschaft hat den Fall übernommen.

Karlsruhe/Duisburg. In einem Duisburger Fitnessstudio wurden vier Menschen von einem Mann schwer verletzt. Jetzt hat die Bundesanwaltschaft den Fall übernommen, da es Anhaltspunkte für eine möglicherweise islamistische Tatmotivation gibt. 

Der mutmaßliche Täter, ein 26-jähriger Syrer, sitzt in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen. Er soll auch verdächtigt werden, vor der Attacke im Fitnessstudio einen Mann tödlich verletzt zu haben. Die Ermittlungen sind noch im Gange und weitere Informationen wurden derzeit nicht erteilt.

Syrer kam 2016 nach Deutschland

Die Ermittler haben den Verdacht geäußert, dass es sich bei der Messerattacke um einen Terroranschlag handeln könnte. Hinweise auf eine islamistische Motivation wurden durch die Auswertung des Mobiltelefons des Verdächtigen gefunden. Der Syrer hatte 2016 einen Asylantrag in Deutschland gestellt und war 2018 wegen geringfügiger Vermögensdelikte aufgefallen. 

Berichten zufolge hatte der Tatverdächtige versucht, sein Opfer zu enthaupten. Der Leitende Kriminaldirektor Peter Mosch hat erklärt, dass es im Moment keine Hinweise auf weitere Taten des Beschuldigten gibt. Das Schweigen des Verdächtigen sei laut NRW-Innenminister Herbert Reul untypisch für einen Attentäter oder Amoktäter.

Die Einwohner von Duisburg sind schockiert und verängstigt angesichts dieser brutalen Tat. Die Behörden stehen in Kontakt mit der Bundesanwaltschaft und die Ermittlungen sind noch im Gange. 

Nach früheren Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft hatte der Syrer im April 2016 einen Asylantrag in Deutschland gestellt. 2018 sei er in zwei Fällen wegen geringfügiger Vermögensdelikte aufgefallen. Beide Verfahren seien eingestellt worden.

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