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Blutbad in Hamburg: Philipp F. (35) schrieb Bücher über Satan und Gott

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Das Bild hinter dem Amoklauf in Hamburg wird klarer. Dennoch gibt es viele Fragezeichen. Der mutmaßliche Täter Philipp F. (35) schrieb Bücher über Gott und Satan. 

Hamburg. Laut der Homepage des mutmaßlichen Amokschützen wurde er von seinen Eltern "streng evangelisch" erzogen. Er selbst sieht sich als Person "mit analytischer Auffassungsgabe und ausgeprägtem Einfühlungsvermögen". Er absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei einer führenden deutschen Privatbank. Studiert habe er in München, sagte der Leiter des Staatsschutzes Hamburg, Thomas Radszuweit, am Freitag bei einer Pressekonferenz. Seit 2015 ist er dpa-Informationen zufolge in Hamburg gemeldet, aufgewachsen ist er demnach in Kempten im Allgäu.

Nach seinem Zivildienst studierte er Betriebswirtschaftslehre im In- und Ausland. Er sei "aktiv und mutlikulturell", halte sich "am liebsten in einer sonnigen Umgebung in Wassernähe" auf. Sein Lieblingsverein. Jürgen Klopps Red, der FC Liverpool. 

Wie der "Focus" berichtet, hat Philipp F. offenbar ein Buch über die "Wahrheit über Jesus Christus, Gott und Satan" geschrieben. Laut seiner Homepage gibt es für ihn "keinen Grund, sich Sorgen über die Zukunft zu machen." Laut ihm gebe es "ein Heilmittel für Sorgen": Der Glaube. "Wenn Sie sich Stress machen, wird es für Sie nur noch schwieriger, auf dem richtigen Weg zubleiben. Glauben Sie stattdessen an Gottes Willen und Jesus Christus, so wie er (Philipp F., Anm. d. Red.) es seit Jahren tut."

Der Amokschütze von Hamburg war ein Ex-Mitglied der Zeugen Jehovas. Diese habe er vor eineinhalb Jahren freiwillig, aber offensichtlich nicht im Guten verlassen, sagten Polizei, Staatsanwaltschaft und Innenbehörde am Freitag bei einer Pressekonferenz. Der Deutsche war demnach Sportschütze, hatte seit Dezember 2022 eine Waffenbesitzkarte und war erst kürzlich von der Waffenbehörde aufgesucht worden. 

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