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Klima-Kleber-Lüge: ''Polizei informiert'' - war sie nicht

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Klima-Chaoten der ''Letzten Generation'' drangen auf den Flughafen München ein und klebten sich auf einem Rollweg fest. Für die Flughafen-Blockade ernten die Aktivisten scharfe Kritik.

Berlin/München. Am Donnerstagmorgen gelang es mehreren Klima-Aktivisten sich Zugang zum zur Nordbahn des Flughafen München zu verschaffen. Die Start- und Landebahn war zeitweise gesperrt, die Flugzeuge nutzten stattdessen eine Landebahn im Südbereich. Laut Polizei hatten Aktivisten der Gruppe auch im Südbereich des Flughafens protestieren wollen. Die Beamten hätten sie aber vorher aufgehalten.

Laut einem Sprecher des Flughafen Münchens griff die Polizei rasch ein. "Die sind sehr schnell von der Bundespolizei wieder entfernt worden." Auch weil die südliche Start- und Landebahn durchgehend in Betrieb war, habe es keine Annullierungen und nur geringfügige Verspätungen gegeben. Die Polizei nahm die Aktivisten in Gewahrsam.

Auch am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) gelang es zwei Aktivisten sich auf einem Vorfeld nahe des Zauns festzukleben. Bis zum Rollfeld seien sie aber nicht gekommen. Im Gegensatz zu der Aktion am BER vor zwei Wochen kam es zu keinen Einschränkungen des Flugverkehrs.

Klimakleber: Polizei informiert - war sie aber nicht 

Die "Letzte Generation" teilte über Twitter mit, sie habe die Polizei vor Beginn der Aktion über den Plan informiert. Die Sprecherin der Bundespolizei wies diese Darstellung auf Anfrage zurück. Es seien zuvor keine konkreten Informationen bekannt gewesen.

 

 

 

Die "Letzte Generation" sorgt mit ihren Blockadeaktionen oder mit Attacken auf Kunstwerke derzeit oft für Schlagzeilen. Mit ihren Aktionen will die Gruppe den Druck auf die Bundesregierung erhöhen, stärker gegen die Klimakrise vorzugehen.

Hermann fordert Konsequenzen

Nach der Protestaktion am Münchner Flughafen forderte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann eine umgehende Überprüfung des dortigen Sicherheitskonzepts. Der CSU-Politiker sagte am Donnerstag in München zudem, es sei eine "unverfrorene Rücksichtslosigkeit", nicht nur laufend gegen Gesetze zu verstoßen, sondern mit irrsinnigen Aktionen auch eine Vielzahl anderer Menschen potenziell zu gefährden. Als Beispiel nannte er Flugzeuge, die trotz Notfällen nicht regulär landen könnten. "Diese Aktivisten sind offenbar so verbohrt, dass es ihnen egal ist, wenn andere Menschen zu Schaden kommen."

Herrmann sagte, bei den Nordbahn-Klebern stünde der Verdacht eines "Gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr" sowie weiterer Straftaten im Raum. "Der Strafrahmen liegt hier bei bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe. Der Flugverkehr auf der Nordbahn war für rund 45 Minuten gesperrt."