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Ex-Mann vergewaltigt: Anna S. vor Gericht

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In den allermeisten Fällen handelt es sich bei Sexualstraftätern um Männer, doch diesmal war es umgekehrt. Anna S. soll ihren Ex-Mann mehrfach vergewaltigt haben. 

Am Donnerstag startete der Prozess gegen Anna S. (45) am Amtsgericht in Köln. Ihr wird vorgeworfen, ihren Mann (69) mehrfach oral und händisch stimuliert zu haben. Dieser war aufgrund einer Krankheit geschwächt und konnte sich daher nicht zur Wehr setzen, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. 

Den ersten Vorfall soll es im Sommer 2020 gegeben haben. Sie traf sich mit ihrem Ex-Mann, um über die weitere Fürsorge und das Sorgerecht ihrer Kinder zu sprechen. Plötzlich soll sie ihn gegen die Couch gedrückt, sich auf ihn gekniet und missbraucht haben, so der Anklagepunkt. Der Mann äußerste mehrmals seinen Unwillen über das Vorgehen von Anna S., ehe er die Flucht ergreifen konnte. 

Über Zaun geklettert und in Wohnung eingedrungen

Beim zweiten Vergehen war es ähnlich. Doch das dritte Mal, als sich Anna S. an ihrem Ex-Mann vergangen haben soll, drang sie sogar ihn seine Wohnung ein, indem sie über einen Zaun kletterte. Sie zog ihm die Hose runter, doch die Tochter (12) bekam die Tat mutmaßlich mit und konnte wohl ihre Mutter in die Flucht schlagen. 

Zunächst erschien die mutmaßliche Täterin nicht vor Gericht, sondern musste erst per Polizei abgeholt werden, wie die "Bild" berichtet. Auch während des Prozesses benahm sie sich auffällig und aggressiv, weswegen nun ein Gutachten erstellt werden soll, welches die Zurechnungsfähigkeit prüft. Ihr drohen bis zu vier Jahre Haft. 

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