Polizei macht sich ein Bild von der Lage in Lützerath

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So brutal tobt Rockerkrieg in Deutschland

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Für die Polizei scheint es wie ein Kampf gegen Windmühlen: Die Rocker-Gewalt in Deutschland scheint aktuell ungebrochen hoch zu sein.

Wieder einmal steht die Region NRW Duisburg im Mittelpunkt, wenn es um kriminelle Handlungen rund um die Rocker-Szene geht. Hier scheint der Schwerpunkt der Rockerkriegs in Deutschland zu sein. Rockerkrieg? Das sind die gewalttätigen Auseinandersetzungen vor allem zwischen den Mitgliedern der befeindeten Motorradclubs "Hells Angels" und "Bandidos". Mittlerweile greift aber auch der mit den Bandidos befreundete und aus den Niederlanden stammende Rocker-Club "Satudarah" mit in den Konflikt ein.

Prostitution, Drogen, Schutzgeld

Es geht vor allem um Macht und Einfluss – insbesondere im Rotlichtmilieu. Weitere „Geschäftsfelder“: Drogen und Schutzgelderpressung.
Beide Seiten schrecken auch vor Waffengebrauch und Mord nicht zurück.Vor rund zehn Jahren begann der „Duisburger Rockerkrieg“ – und trotz Polizeidrucks hat sich die Lage alles andere als entspannt. Es zeigt sich: Heute gibt es mehr Gruppierungen und Mitglieder, die Clans und Gruppen verschmelzen zunehmend. Wer mit der Polizei kooperiert, gilt innerhalb der Szene als vogelfrei und begibt sich in Lebensgefahr.

Duisburg als Hotspot: 28 Schüsse, 4 Tote im Mai

Ein Beispiel, wie gewalttätig und brutal diese agieren: Am 4. Mai 2022 hatten sich laut der Ermittler rund „100 Personen aus dem als organisiert und schwer kriminell einzustufenden Rocker- und Clanmilieu in aggressiver Grundhaltung“ auf dem Hamborner Altmarkt (Duisburg) getroffen. Es seien 28 Schüsse durch mindestens drei Menschen abgegeben worden. Vier Beteiligte kamen mit Verletzungen in Krankenhäuser, aber „weitere Verletzte aus dem Umfeld der beiden Gruppen werden vermutet“.
 

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