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RBB-Skandal: 2,5 Millionen Euro für Zusatz-Pensionen

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Ehemalige Führungskräfte des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) erhalten pro Jahr rund 2,5 Millionen Euro an ''Ruhegeld''.

Wie die "Welt am Sonntag" berichtete, beziehen 17 ausgeschiedene Chefs des RBB sogenannte "Ruhegelder". Die ARD-Anstalt hat im vergangen Jahr rund 2,5 Millionen Euro für die Sonderbezüge gezahlt. 

Die Ex-Funktionäre erhalten dem Bericht zufolge bis an ihr Lebensende Ruhegeld und das zusätzlich zu ihrer Pension. Die Zahlungen steigen zudem, ähnlich wie bei Tariferhöhungen, jährlich. Die früheren Chefs erhalten die umstrittenen Ruhegelder auch denn, wenn sie nur für kurze Zeit bei dem Konzert angestellt waren oder einen neuem Job annehmen. 

Laut der "Welt" erhält ein mit 58 Jahren ausgeschiedener Fernsehdirektor, der nur fünf Jahre für den RBB arbeitete, derzeit 7.000 Euro pro Monat. Einem einstigen Produktionsdirektor zahle der RBB monatlich rund 10.700 Euro. Die ehemalige RBB-Intendantin Dagmar Reim habe nach ihrem Ausscheiden 2016 zunächst rund 14.000 Euro pro Monat erhalten, mittlerweile seien es nun knapp 16.000 Euro.

Ruhegelder sind nicht nur eine Spezialität des RBB, auch der MDR und ZDF sollen die Sonderbezüge an Ehemalige zahlen.

Eine Arbeitsrechtlerin hält die entsprechenden Verträge für „sittenwidrig“. Gegenüber der "Welt" kritisiert sie die Ruhegeldzahlungen. Diese seien „mit den Prinzipien des öffentlich-rechtlichen Dienstwesens nicht vereinbar“ und womöglich als „Untreue zulasten des Senders und der Beitragszahler“ zu werten.

 

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