Die 10 besten Tipps - so spart man Heizkosten

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Die 10 besten Tipps - so spart man Heizkosten

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So lassen sich Heizkosten minimieren - diese 10 Tricks dienen als Unterstützung bei steigenden Gaspreisen und Inflation! 

Die ersten Schneeflocken kündigen den Winter an und damit auch die Heizsaison. Wer nicht unter der Kälte leiden will, hat spätestens jetzt die Heizungen eingeschalten und laufen. Mit kleinen einfachen Tricks können die Heizkosten minimiert werden, ohne an Komfort zu sparen.

Das größte Sparpotenzial lässt sich beim unbedachten und zu vielen Heizen erkennen, alte Heizkörper werden aufgrund ihres Aussehens mit Möbeln verdeckt – hier beginnen die steigenden Kosten.
Die Heizperiode beginnt theoretisch am 1. Oktober und endet am 30. April – mit dem Klimawandel wird sich auch dieses Zeitfenster verändern. Je nach Baujahr und Gebäudetyp muss bei bestimmten Temperaturen früher oder später geheizt werden. Richtwert ist: Häuser, die vor 1995 gebaut wurden, sollten ab einer Außentemperatur von 14 Grad beginnen zu heizen. In jüngeren Bauten reicht es die Heizung ab 12 Grad aufzudrehen.

1. Bewusst Heizen

Den Zahlen, Symbolen und Strichen auf den Heizkörperthermostaten sollte Beachtung geschenkt werden, denn sie helfen beim effizienten Heizen. Der Heizkörper sollte nie auf fünf aufgedreht werden, da kaum jemand 28 Grad in seiner Wohnung benötigt und immer gleich viel geheizt wird und sich nur die Zeitspanne verlängert. Nachts sollten alle Räume auf mindestens 16 Grad geheizt werden, damit die Wohnung nachts nicht auskühlt.

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2. Temperatur beobachten und richtig einstellen

Ein Hygrometer zeigt die genaue Temperatur mit Nachkommastelle an und schafft so ein Bewusstsein für das Heizen. Nur ein Grad kann die Heizkosten zuhause um bis zu sechs Prozent senken. Deswegen ist es sehr wichtig zu wissen, welche Temperatur im Durchschnitt als normal gilt und welche Höhe die Spartemperaturen betragen. Insgesamt können mit diesem Wissen und den optimalen Heizeinstellungen 10 bis 15 Prozent an Kosten gespart werden. Dafür gelten diese Richtwerte, die möglichst eingehalten werden sollten:

  • Wohnzimmer: 20 bis 22° Celsius (Spartemperatur: 20° Celsius)
  • Küche und Flur: 18 bis 20° Celsius (Spartemperatur: 18 ° Celsius)
  • Badezimmer: 23° Celsius (Spartemperatur: 22 ° Celsius)
  • Schlafzimmer 16 bis 18° Celsius (Spartemperatur: 16 ° Celsius)
  • Nachts und bei Abwesenheit: 16° Celsius

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3. Temperatur konstant halten

Bitte die Heizung nachts nicht ausschalten zum Sparen – tatsächlich dauert das Aufheizen am Morgen wesentlich länger und die Kosten werden nicht geringer. Mit der Nachtabsenkung kann Heizungswasser mit niedriger Temperatur durch die Heizkörper strömen und so die Räume in der Nacht wärmen. Als Bonus sinkt dabei die Schimmelgefahr und vor allem schlecht isolierte Häuser können damit viel Energie sparen. Zusätzlich sollte (wenn vorhanden) ein Schutz vor den Fenstern herabgelassen werden, um den Wärmeverlust an den Fenstern zu reduzieren.

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4. Stoßlüften, aber richtig

Um Gesundheit zu fördern und Energie zu sparen sollte mehrmals täglich richtiges Stoßlüften erfolgen. Fünf bis fünfzehn Minuten und dreimal am Tag genügen schon, um die Luftfeuchtigkeit zu senken und die Schimmelgefahr zu vermindern. Optimal sind 45 bis 65 Prozent Luftfeuchtigkeit zuhause, da sonst Schleimhäute austrocknen. Bitte jedoch nicht den Heizkörper ganz ausschalten, da das eine Menge Energie kostet. Heizkörper sollten heruntergedreht werden, damit sie nicht mit voller Stärke heizen.

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5. Heizkörper befreien

Verstellte und versteckte Heizkörper sind zwar vielleicht optisch schöner, aber auch kostenintensiver. Deswegen: Heizkörper befreien, denn die Wärme verteilt sich so besser und die gewünschte Temperatur wird schneller erreicht. Sonst verteilt sich die Wärme nicht gleichmäßig und Heizungen arbeiten mehr als notwendig und kosten Geld.

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6. Heizung entlüften

Die Heizung sollte mehrmals pro Jahr und unbedingt vor Beginn der Heizsaison entlüftet werden, nicht erst wenn es Probleme gibt! Wird der Heizkörper nicht richtig warm, kann es daran liegen, dass zu viel Luft darin vorhanden ist. Ein Heizkörperschlüssel ist dafür der beste Freund und sollte unbedingt zuhause aufbewahrt werden. Dabei handelt es sich um einen kleinen, standardisierten Vierkantschlüssel, der in jedem Baumarkt für wenig Geld erhältlich ist.

Anleitung zum Entlüften:

  • Schritt 1: Dreht den Heizkörper zu
  • Schritt 2: Haltet eine Tasse unter das Entlüftungsventil (liegt meist gegenüber dem Heizkörperthermostatventil)
  • Schritt 3: Öffnet das Ventil mit dem Heizkörperschlüssel
  • Schritt 4: Lasst die Luft komplett entweichen
  • Schritt 5: Tritt Wasser aus? Dann wieder zu drehen und ihr seid fertig!

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7. Heizkörperthermostat wechseln

Alle 15 Jahre sollte ein Heizkörperthermostat gewechselt werden, da ein defektes Thermostat schnell teuer werden kann. Wird die Raumtemperatur zu niedrig ermittelt, heizt die Heizung länger als eigentlich notwendig. Neue Modelle können die Heizkosten drastisch herunterschrauben – das Programmieren von Heizplänen und Spartemperaturen stellen sich als ziemlich sinnvoll heraus. Ein programmierbares Heizkörperthermostat lässt sich genauso leicht einbauen oder austauschen wie jedes andere Heizkörperthermostat.

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8. Teppiche und Zugluftstopper

Teppiche können bis zu zehn Prozent der Wärme speichern und sorgen so für weniger Temperaturverlust. Dabei spielt auch das Material eine wichtige Rolle, denn natürliches wie Wolle, Baumwolle oder Filz speichert die Wärme beispielsweise besser als Kunstfaserteppiche - zwischen den Fasern bleibt die Wärme besser eingeschlossen und sie sind auch besser für die Umwelt.

Zugluftstopper vermeiden Windböen im Haus und helfen die Kosten zu reduzieren. Ein Zugluftstopper verhindert bei Eingangstüren ein Eindringen von kalter Außenluft und versperrt mögliche Schlitze, durch die die warme Luft entkommen kann.

9. Fensterdichtungen überprüfen

Es zahlt sich aus seine Fensterdichtungen zu überprüfen, denn neue Fensterdichtungen können die Heizkosten bis zu 20 Prozent reduzieren. Im Baumarkt sind neue Abdichtungen für Fenster günstig erhältlich. Die selbstklebenden Dichtungsbänder zeichnen sich durch eine simple Anbringung aus und eignen sich für Rahmen aus Holz oder Metall. Schaumstoffdichtungen können bis zu ein bis zwei Jahre halten und Gummidichtungen halten, je nach Hersteller, bis zu acht Jahre.

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So überprüft man seine Fensterdichtungen: Tür oder Fenster öffnen und ein Blatt Papier zwischen Rahmen und Öffnung legen. Nun das Fenster/ die Tür schließen und versuchen das Papier herauszuziehen. Lässt es sich bewegen oder gar ganz herausziehen, müssen neue Dichtungen her!

10. Sparduschkopf und Durchflussbegrenzer

Sparduschköpfe sparen zwischen 30 bis 50 Prozent des Warmwasserverbrauchs ein und schon ab 20 € erhältlich. Bei herkömmlichen Duschköpfen laufen pro Minute zwischen zehn und zwölf Liter Wasser hindurch – bei Sparduschköpfen sind es etwa sechs bis zehn Liter. Diese Reduktion geschieht durch das Hinzumischen von Luft zu dem Wasser, wodurch der Warmwasserverbrauch (bei gleichbleibendem Wasserdruck) um die Hälfte reduziert wird.

Auch die Anschaffung eines Durchflussbegrenzers ist sinnvoll und kann im Jahr bis zu 40 € ersparen. Denn je weniger Wasser erhitzt werden muss, desto weniger Energie wird verbraucht.
  

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