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Kinder foltern:
Ein absolutes No-Go

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Ein Kommentar von oe24 Geschäftsführerin Tamara Fellner, MBA. 

Dmytro Lubinets, der Menschenrechtskommissar der Ukraine, gab heute ein Interview zu den bisherigen Ermittlungen zu möglichen russischen Kriegsverbrechen. Und die Erkenntnisse sind schockierend. In Cherson wurden 10 Folterkammern gefunden und davon 4 direkt in der Stadt. Als die Ermittler ankamen waren noch Kinder dort eingeschlossen.

Nach Gesprächen mit den Kindern wurde das Bild des Grauens noch deutlicher. Ein Junge erzählt, dass er schon 90 Tage lang dort war. Sie haben ihn mit einem Messer am ganzen Körper geschnitten und mit erhitzen Metall am Körper verbrannt. Er wurde auch des öfteren nach draußen zum Schießen geholt, wo sie immer wieder nur knapp über seinen Kopf hinweg geschossen haben.

Nebst dieser extremen Tortur bekamen die Kinder nur jeden 2. Tag Wasser und zu Essen gab es praktisch nichts.

Und als das nicht schon genug gewesen wäre, wurde auch noch psychologischer Druck auf die armen Kinder ausgeübt. Es wurde ihnen gesagt, dass ihre Eltern sie verlassen haben und nicht mehr für sie zurückkommen würden.

Das sind nur die ersten Eindrücke, die man vor Ort gesammelt hat. Die Kinder sind noch unter Schock.

Was für Monster sind diese Menschen, die so etwas an anderen Menschen, geschweige denn Kindern, ausüben oder auch nur veranlassen. Wie kann man damit leben? Je wieder ruhig schlafen? Seinen eigenen Kindern in die Augen sehen? Wieviel Hass steckt in diesen Menschen?

Für mich ist es einfach unvorstellbar. Es bricht mir das Herz für diese Kinder. Deren Zukunft sowieso schon mit vielen Wenn und Abers beschattet ist, aber jetzt müssen sie noch mit solch einem Trauma fertig werden.

Und wie immer die wirklichen Opfer des Krieges sind Kinder und Frauen. Wann hört das endlich auf?
  

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