NRW

53 Millionen € Schaden durch Corona-Subventionsbetrug in NRW

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Viele Wirtschaftskriminelle haben unbürokratische staatliche Corona-Hilfen zum Subventionsbetrug missbraucht. Allein in den ersten beiden Pandemiejahren 2020 und 2021 summierte sich in Nordrhein-Westfalen der Schaden durch solche Delikte auf rund 53 Millionen Euro.

Diese Zahlen gehen aus dem «Lagebild Wirtschaftskriminalität NRW 2021» hervor, das das Landeskriminalamt (LKA) am Dienstag veröffentlichte. Die Bilanz für 2022 liegt noch nicht vor. Mit weiteren Fällen sei aber zu rechnen, bilanzierte das LKA.

«Mit den Corona-Hilfen haben wir Menschen, die aufgrund der Pandemie in finanzielle Schieflagen gekommen sind, schnell und unbürokratisch unterstützt», sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. «Leider sahen darin auch Kriminelle manche Tür für ihren Betrug geöffnet.» Dieser Subventionsbetrug trübe die Zahlen zu Wirtschaftskriminalität im Jahr 2021.

»Besorgniserregend, aber nicht unheilbar«

«Das ist besorgniserregend, aber nicht unheilbar», betonte Reul. «Unsere Ermittler sind diesen Betrügern nämlich auf den Fersen.» In einem Subventionsbetrugskomplex, der über Scheinfirmen organisiert worden sein soll, hätten jüngst 40 Tatverdächtige ermittelt und mehrere Haftbefehle vollstreckt werden können. «Die Verdächtigen sollen Corona-Soforthilfen in Millionenhöhe erschwindelt haben», berichtete Reul.

 

Quelle: dpa

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