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Politik

Asylanträge verdoppelt: Länder fordern richtigen Flüchtlingsgipfel

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Die Zahl der Asylanträge hat sich im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat mehr als verdoppelt.  

Wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Statistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hervorgeht, hatten im Januar 2022 bei der Behörde 13 776 Menschen erstmals um Schutz ersucht. Im vergangenen Monat gingen 29 072 Erstanträge beim Bamf ein. Hinzu kamen den Angaben zufolge 2290 Folgeanträge. Die wichtigsten Herkunftsländer der Antragsteller waren Syrien, Afghanistan, die Türkei und der Iran.

"Deutschland rutscht immer tiefer in die neue Migrationskrise", sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm. Die von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) angekündigte Rückführungsoffensive sei "versandet", kritisierte der CDU-Politiker. Vielmehr würden sogar weniger Straftäter und Gefährder zurückgeführt als zuvor.  

Länder und Kommunen sind überfordert 

Die Länder und Kommunen sind maßlos überfordert. Senioren in einem Berliner Altenheim wird gekündigt, um Platz für Flüchtlinge zu schaffen. Man weiß nicht mehr, wie man die Versorgung sicherstellen kann. Der Flüchtlingsgipfel von Ministerin Faeser war ein Reinfall, keine Ergebnisse, keine Besserungen in Sicht. Daher werden jetzt erste Stimmen laut, einen richtigen Flüchtlingsgipfel zu veranstalten. 

Ende Januar waren beim Bamf knapp 149 000 Asylverfahren anhängig. 1606 der Erstanträge im Januar betrafen in Deutschland geborene Kinder im Alter von unter einem Jahr.
 

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