Robert Habeck

Politik

Heizungs-Hammer: So wirken sich Habecks Pläne auf Sie aus

Teilen

Die Pläne von Wirtschaftsminister Robert Habeck lösen Panik bei Mietern und Immobilien-Besitzern aus. Hier erfahren Sie alle Hintergründe. 

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck schwingt den Hammer und will allen Öl- und Gasheizungen den Gar ausmachen. Ab 2024 sollen keine neuen Anlage, welche mit diesen Rohstoffen betrieben werden, mehr gebaut werden dürfen. Es gebe aber aktuell noch keine finalen Entwürfe, sagte eine Sprecherin am Dienstag in Berlin zu einem Bericht der "Bild"-Zeitung. Das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium sowie das Bauministerium erarbeiteten gerade gemeinsam eine Novelle.

FDP stellt sich quer

Hintergrund ist eine Vereinbarung der Koalition, welche vor rund einem Jahr vereinbart wurde, dass ab dem 1. Januar 2024 möglichst jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden soll. Diese Vorgabe soll im Gebäudeenergiegesetz verankert werden. Die FDP stellt sich jetzt allerdings quer, will den Plan stoppen. DE24LIVE berichtete

Das bedeutet der Heizungs-Hammer für Sie

Zunächst sollen ab 2024 schrittweise Anlagen verboten werden, ab 2045 soll ein Komplett-Verbot gelten, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Der genaue Abschaltplan sieht wie folgt aus: 

Standard-Heizkessel: Diese lassen sich nicht regulieren und müssen grundsätzlich nach 30 Jahren abgeschaltet werden. 

Moderne Öl- und Gasheizungen: Für diese Anlagen gibt es einen Stufenplan. Anlagen, die vor 1990 in Betrieb genommen wurden, müssen bis 31. Dezember abgeschaltet werden. Danach geht es schrittweise weiter. Ab 1999 erbaute Heizkessel müssen bis spätestens 2030 eingestellt werden. 

Ein- und Zweifamilienhäuser: Für Immobilien-Besitzer und Familienhäusern gibt es längere Fristen. Hier sollen die ersten Heizkessel (Baujahr vor 1996) erst ab 2030 abgeschaltet werden. Danach geht es ebenso Stufenweise weiter, bis 2033 die letzten (Baujahr ab 2002) abgedreht werden. 

Die entstehenden Mehrkosten sollen durch Staats-Zuschüsse ausgeglichen werden. 

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.