WM 2022 - Japan - Spanien

Sport

Ärger über Spaniens Lustlos-Auftritt

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Ein Tor fehlte zum Aufstieg Deutschlands - dass Spanien 1:2 gegen Japan verlor, sorgt sowohl für Ärger als auch Verwunderung.

Ausgerechnet ein Japaner befeurte die brisante Vermutung, warum die DFB-Elf um ein Tor den Aufstieg ins WM-Achtelfinale verpasst hatte. "Ich hatte das Gefühl, dass Spanien nach Deutschlands 3:2 nicht mehr so angegriffen hat", meinte Ao Tanakanach dem Showdown in Gruppe E. Was war geschehen?

Während Deutschland im Spiel gegen Costa Rica am Donnerstag die Weichen in der Schlussphase auf Sieg gestellt hatte, lag Spanien im Parallelspiel sensationell mit 1:2 gegen Japan zurück. Heißt: Die Iberer wussten zu diesem Zeitpunkt, dass sie als Gruppenzweiter aufsteigen - und sich damit einen schweren Gegner ersparen würden. Bereits ein Remis hätte Spanien gereicht, um als Gruppensieger aufzusteigen. Im Achtelfinale geht es nun aber gegen Marokko, während ansonsten Vizeweltmeister Kroatien gewartet hätte. Ebenfalls entgeht Spanien wohl Brasilien als Viertelfinal-Gegner.

Auch Japans Treffer sorgt für Wirbel

Die schwarz-rot-goldene Fußball-Seele fühlt sich von den Spaniern betrogen. Denn mit einem Remis im Parallelspiel hätte der zweite Aufsteiger nicht Japan, sondern Deutschland geheißen.

Zwei weitere Vorkommnisse rund um das Spanien-Japan-Spiel lassen die Wogen nur noch höher gehen. Japans Siegtreffer durch Tanakanachgilt nach wie vor als umstritten."Ich habe ein Bild gesehen, das muss manipuliert sein. Das kann nicht das wirkliche Bild sein. Es muss manipuliert sein", wunderte sich selbst Spanien-Coach Luis Enrique darüber, dass die Vorarbeit von Kaoru Mitoma rechtens war. Dessen Flanke schien auf einigen TV-Bildern deutlich hinter der Torauslinie geschlagen worden zu sein. der VAR-Chack und nach der Partie die FIFA in einem offiziellen Statement sahen das anders.

Außerdem hatten der spanische und der japanische Fußballverband just vor ihrem Aufeinandertreffen im letzten WM-Gruppenspiel eine Zusammenarbeit verkündet. Dabei soll es etwa um enge Kooperationen im Jugendbereich, im Frauenfußball und bei der Ausbildung von Schiedsrichtern und Trainern gehen. Ein äußerst fragwürdiges Timing ...

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