Stefan Effenberg

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Effenberg über Bayern: Vielleicht mal gut, krachend zu scheitern

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Das Verpassen des elften Meistertitels in Serie könnte nach Meinung von Stefan Effenberg auch etwas Positives für den deutschen Rekordmeister FC Bayern haben. 

 «Vielleicht ist es auch gut, am Samstag mal krachend zu scheitern, um die Sinne zu schärfen für das, was man wieder machen muss, damit es in den nächsten Jahren besser wird», sagte der frühere Fußball-Nationalspieler in einem Interview der Mediengruppe «Münchner Merkur/tz» (Freitag). Bei andauerndem Erfolg sehe man gewisse Dinge nicht mehr, «die man verändern müsste. Die Phase, die jetzt kommt, ist extrem wichtig, um den Verein für die Zukunft aufzustellen».

Aus seiner Sicht müsse man Thomas Tuchel, der Ende März für Julian Nagelsmann kam, am eventuell verpassten Meistertitel messen. «Das Aus in der Champions League würde ich ausklammern. Für den Rest ist er mitverantwortlich. Er wird in der Pause viel arbeiten müssen, damit ein guter Neustart gelingt», sagte Effenberg.

Knallharte Analyse

Der 54-Jährige spricht sich zwar für eine knallharte Saisonanalyse auf allen Ebenen aus, dennoch würde er sich nicht von den in die Kritik geratenen Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic trennen. «Ich würde mich von Oliver und Hasan nicht abwenden. Das hat nichts mit der Freundschaft zu tun, die ich mit beiden habe – ich würde dasselbe auch Dortmund raten, wenn es am Samstag nicht klappt. Stabilität und Kontinuität in der Führung sind das Allerwichtigste. Auch in schweren Zeiten», sagte Effenberg.

Er ist überzeugt, dass sich Borussia Dortmund am Samstag im Fernduell mit den Münchnern den ersten Meistertitel seit 2012 holt. «Sie müssen noch ihre Hausaufgaben machen, aber das werden sie sich nicht mehr nehmen lassen. Die ganze Stadt wird elektrisiert sein, die werden getragen. Dementsprechend kann ich mich festlegen. Die holen das Ding!», sagte Effenberg. Der BVB geht mit zwei Punkten Vorsprung in den letzten Spieltag und trifft zu Hause am Samstag auf Mainz, während die Bayern in Köln ran müssen.

Der Meistertitel wäre auch kein Geschenk der Bayern, die zwischenzeitlich schon zehn Punkte Vorsprung hatten. «Die anderen haben es verdient. Weil sie da waren! Das muss man auch lobend herausstellen», sagte der frühere Bayern-Profi.

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