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VfB Stuttgart trennt sich von Trainer Labbadia - Hoeneß übernimmt

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Bruno Labbadia ist nicht mehr Trainer des VfB Stuttgart. Stattdessen setzen die Schwaben im Abstiegskampf auf Sebastian Hoeneß. Der 40-Jährige unterschreibt einen ligaunabhängigen Vertrag.  

Stuttgart (dpa) - Der VfB Stuttgart hat sich von Trainer Bruno Labbadia getrennt und Sebastian Hoeneß als neuen Coach verpflichtet. Das teilte der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist am Montag mit. Hoeneß unterschrieb beim Tabellenletzten einen ligaunabhängig gültigen Vertrag bis 30. Juni 2025.

"Wir sind sicher, dass Sebastian der richtige Trainer für die anstehenden Herausforderungen ist, und er gemeinsam mit der Mannschaft diese schwierige Situation meistern wird", sagte der VfB-Vorstandsvorsitzende Alexander Wehrle. Hoeneß meinte: "Ich freue mich riesig auf die Herausforderung beim VfB und bedanke mich für das Vertrauen und die guten Gespräche mit den Verantwortlichen."

Labbadias Rettungsmission bei den Schwaben ist damit nach nur 120 Tagen gescheitert. Das 0:3 beim 1. FC Union Berlin am Samstag - die siebte Niederlage der Schwaben unter Labbadia in den vergangenen neun Spielen in der Meisterschaft - war zu viel. "Letztlich sind wir zu der Erkenntnis gelangt, dass wir einen neuen Impuls brauchen", sagte Wehrle.

Die "Bild"-Zeitung hatte bereits kurz nach der Partie in Berlin vom bevorstehenden Labbadia-Aus berichtet. Am Montag vermeldete zunächst der TV-Sender Sky die Trennung.

Mit dem Viertelfinale am Mittwoch (18.00 Uhr/Sky) im DFB-Pokal beim Zweitligisten 1. FC Nürnberg wartet schon vor dem Abstiegsduell beim VfL Bochum am Sonntag gleich die erste schwere Bewährungsprobe auf den neuen Trainer Hoeneß. "Ich freue mich riesig auf die Herausforderung beim VfB", sagte der 40-Jährige, der in seiner Jugend selbst für die Stuttgarter spielte und zuletzt den Bundesliga-Rivalen TSG 1899 Hoffenheim trainierte.

Labbadia hatte am Sonntag zunächst noch das Training geleitet, die Verantwortlichen um Vorstandschef Wehrle führten Gespräche über seine Zukunft. Nach weiteren Verhandlungen am Montag kamen sie zu dem Ergebnis, dass es für Labbadia am Neckar nicht weitergehen wird. "Bruno hat vom ersten Tag mit großem Einsatz und großer Leidenschaft mit der Mannschaft gearbeitet, leider hat sich dies aber nicht in Form von Punkten ausgezahlt", sagte Wehrle.

Seit Labbadias Amtsübernahme am 5. Dezember gewannen die Stuttgarter in der Bundesliga nur ein Spiel, vor gut zwei Wochen waren sie auf den letzten Platz abgerutscht. Der dritte Abstieg des fünfmaligen deutschen Meisters seit 2016 rückt immer näher.

Nach dem Aus von Coach Pellegrino Matarazzo Mitte Oktober und dem Intermezzo von Michael Wimmer als Interimslösung ist Labbadia, der zuvor einige Clubs vor dem Abstieg bewahrt hatte, der dritte Coach in dieser Saison, unter dem keine Leistungssteigerung gelungen war. Auch mit dem VfB hatte er in seiner ersten Amtszeit zwischen 2010 und 2013 den Klassenerhalt geschafft. Nun setzen die Stuttgarter ihre Hoffnungen in Hoeneß.
 

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