Ex-Tennisstar Boris Becker

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So liefen Beckers erste Stunden in Freiheit

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Boris Becker ist nach seiner Abschiebung aus England zurück in der Heimat. 

Boris Becker (55) wurde nach siebeneinhalb Monaten Haft aus dem Gefängnis entlasse und ist zurück in Deutschland. So liefen die ersten Stunden in Freiheit:

Nach Informationen der „Bild“-Zeitung sollte Becker eigentlich bereits am Mittwoch aus der Haft entlassen werden. Doch noch am Abend trainierte er im Fitnessstudio des Gefängnisses Huntercombe. Einen Tag später durfte Becker jedoch raus.

Der erste Tag in Freiheit:

Am frühen Donnerstagmorgen wird Becker wird aus seiner Zelle geholt. Er nimmt laut „Bild“ die wichtigsten Gegenstände mit.

An Donnerstag, 8 Uhr (englische Zeit) wird Becker aus dem Gefängnis gebracht. Ein weißer Transporter mit getönten Scheiben bringt ihn aus dem Gebäude. Er fährt die fast zwei Stunden zum Flughafen Biggin Hill südöstlich von London.

Donnerstag, 10.50 Uhr (englische Zeit): Becker fliegt laut „Bild“ mit einem Privatjet der Marke Cessna Citation 680A von Biggin Hill nach Frankfurt am Main. Kostenpunkt: 8350 Euro. Der Flug dauert keine Stunde.

Wohin es Becker anschließend verschlägt, ist nicht bekannt. Vom Frankfurter Flughafen in seine Heimatstadt Leimen ist es nur etwa eine Stunde Fahrt. Doch bis zum Abend taucht Becker am Haus seiner Mutter Elvira nicht auf. Die 87-Jährige sagt zur „Bild“: „Alles in Ordnung. Boris geht es gut.“ 

Frühzeitige Entlassung wegen Sonderregel

Üblicherweise können Häftlinge in Großbritannien frühestens auf Bewährung entlassen werden, wenn sie mindestens die Hälfte ihrer Strafe abgesessen haben. Das wäre bei Becker Ende Juli 2023 der Fall. Dass er bereits nach rund siebeneinhalb Monaten frei kommt, hat aber nichts mit einem Promi-Bonus zu tun. Vielmehr profitierte Becker von einer Sonderregel. Demnach kommen ausländische Häftlinge in Großbritannien für ein Schnellverfahren in Frage, bei dem sie bis zu zwölf Monate vor dem frühesten Entlassungszeitpunkt abgeschoben werden. Die restliche Strafe entfällt. Das soll den Druck auf die überfüllten britischen Gefängnisse lindern. 

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