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Wie Twitter die Corona-Debatte manipulierte

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Twitter-Files: Elon Musk lässt die nächste Bombe platzen! So nahm die US-Regierung Einfluss auf Twitter und zensierte unbequeme Informationen.

Die neueste Veröffentlichung der Twitter-Files hat es wahrlich in sich. Sie zeigen, wie die Administration von US-Präsident Joe Biden massiven Druck auf den Online-Dienst ausübte. Aber auch unter Donald Trump war die US-Regierung keineswegs untätig.

Der US-Reporter David Zweig hat am Montagmorgen auf Twitter einen neuen umfassenden Bericht gepostet. Demnach haben ranghohe Regierungsbeamte die Twitter-Führungskräfte direkt dazu gedrängt, Inhalte der Plattform nach ihren Wünschen zu moderieren. Oft haben die Verantwortlichen von Twitter den Forderungen nachgegeben. 

"Die Regierung der Vereinigten Staaten hat Twitter und andere Social-Media-Plattformen unter Druck gesetzt, bestimmte Inhalte zu priorisieren und andere Inhalte über Covid-19 zu unterdrücken", twitterte Zweig.

Telefonate mit Tech-Unternehmen

Der Bericht enthüllt, dass neben Twitter weitere wichtige Tech-Unternehmen wie Google, Facebook und Microsoft an "wöchentlichen" Telefonaten mit der Trump-Administration teilnahmen, um "allgemeine Trends" zu diskutieren. Zu den Schwerpunktbereichen gehörten Verschwörungen rund um 5G-Mobilfunkmasten und Fehlinformationen, die Panikkäufe schüren könnten.

 

 

 

Corona-Pandemie

Unter Präsident Joe Biden war die US-Regierung besonders besorgt über Covid-Fehlinformationen und „Anti-Impf-Accounts“. Bidens Team sei jedoch „sehr verärgert“ darüber gewesen, dass Twitter nicht aggressiver bei der Entfernung von Konten vorgegangen war. Zweig: "Die Twitter-Führungskräfte haben nicht vollständig vor den Wünschen des Biden-Teams kapituliert."

Trotzdem seien von Twitter zahlreiche Accounts von Ärzten und und wissenschaftlichen Experten, deren Meinungen im Widerspruch zur offiziellen Position des Weißen Hauses standen, gelöscht.

Kurios: Trump-Tweet "zu optimistisch"

Zweig verweist auch auf einen kuriosen Vorfall, bei dem Jim Baker, damals stellvertretender Chefjurist bei Twitter, darauf drängte, dass eine Tweet des US-Präsidenten Donald Trumps („Haben Sie keine Angst vor Covid. Lassen Sie nicht zu, dass es Ihr Leben beherrscht“) als Verstoß gegen die Desinformationspolitik der Plattform gewertet wird.

 

 

 

"Yoel Roth, Twitters ehemaliger Leiter für Vertrauen und Sicherheit, musste erklären, dass Optimismus keine Fehlinformation war", twitterte Zweig. 

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