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Heilbronn: Erster
Böller-Chaot im Gefängnis

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Heilbronn zeigt Berlin, wie es geht. Nur vier Tage nach Neujahr stand ein 30-jährige Tunesier vor Gericht. 

In Heilbronn (Baden-Württemberg) am Neckar kam es zu schweren Silvester-Krawallen. Ein Tunesier (30) fiel dabei besonders negativ auf. Er warf Böller in eine Gruppe von Kinder, wo zum Glück niemand verletzt wurde, wie die "Bild am Sonntag" berichtet. Die Eltern wollten den Mann zur Rede stellen, die Polizei eilt hinzu. Die Beamten fanden an dem Böller-Chaot ein langes Messer und Pfefferspray, weshalb sie ihn festnehmen wollten. 

Dieser setzte sich mit aller Kraft zur Wehr, trat nach einem Polizisten und versuchte selbst in Handschellen noch eine Kopfnuss gegen einen Beamten auszuteilen. Wie die "Bild am Sonntag" nun erfuhr, stand der Mann unter "doppelt laufender Bewährung", so ein Sprecher des Amtsgerichts Heilbronn. Er sollte bereits seit 2019 abgeschoben werden, besitzt jedoch keine Papiere, weshalb dies nicht möglich ist. Im Zug der Flüchtlingswelle 2015 kam er nach Deutschland. 

Gerichtsverhandlung nach nur vier Tagen 

Anstatt den Täter wieder freizulassen, erteilte der Staatsanwalt einen Haftbefehl gegen den Mann, inklusive sofortiger U-Haft, da Fluchtgefahr bestünde. Vier Tage später ist der Tunesier bereits vor Gericht, wie die "Bild am Sonntag" berichtet. Dies ist durch ein sogenanntes "beschleunigtes Verfahren" möglich, welches seit Jahresanfang in Heilbronn gefördert wird. 

Eine kurze Verhandlung später steht das Urteil: Neun Monate Knast ohne Bewährung. Er wurde wegen Widerstand und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte in einem schweren Fall - da er bewaffnet war - verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 

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