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Twitter-Zensur: Pfizer-Vorstandsmitglied unterdrückte Impfstoff-Kritik

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Die nächste Akte der ''Twitter Files'' zeigt erneut das Ausmaß der Einflussnahme auf den Kurznachrichtendienst. Ein Pfizer-Vorstandsmitglied intervenierte um gegen einen Tweet zum Impfen vorzugehen.

San Francisco/Washington. US-Journalist Alex Berenson veröffentlichte die neuen Twitter-Enthüllungen auf Twitter und schreibt: Am 27. August 2021 sah Dr. Scott Gottlieb, Vorstandsmitglied bei Pfizer, ein Posting, das ihm nicht gefiel. Der Grund: Der Tweet hätte dem Verkauf der mRNA-Impfstoffe von Pfizer schaden können.

Der Tweet stammte allerdings nicht etwa von einem der vielen "Verschwörungstheoretikern" sondern von Dr. Brett Giroir, seinem Amtsnachfolger bei der Pharma-Aufsicht. Dieser schrieb darin, dass die natürliche Immunität nach einer überstandenen Corona-Infektion besser vor einem schweren Corona-Verlauf schütze als die Corona-Impfung. 

Kurz darauf schrieb Gottlieb eine Email an Twitter-Lobbyisten Todd O’Boyle und bezeichnete den Tweet als "schädlich". Er befürchtete, dass der Tweet sich „viral verbreiten“ und die öffentliche Meinung beeinflussen könnte. 

Obwohl ein Twitter-Analyst feststellte, dass der beanstandete Tweet nicht gegen die Fehlinformationsregeln des Kurznachrichtendienstes verstieß, wurde er dennoch mit der Markierung „irreführend“ versehen. Dadurch konnte der Tweet weder geteilt, geliket, noch kommentiert werden. Giroir regierte bereits auf die neue Enthüllung: „Das Verhalten von Scott Gottlieb spricht für sich. Ein ehemaliger FDA-Chef (jetzt Pfizer-Vorstandsmitglied) plante mit einem Lobbyisten und Twitter, offenbar die Unternehmensinteressen an die erste Stelle zu setzen – nicht die öffentliche Gesundheit. Wenn überhaupt, brauchen wir mehr offene, ehrliche, unzensierte Debatten – nicht weniger.“ 

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