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Johnny fühlte sich müde – wenig später war er tot

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Der junge Mann aus England klagte über einen Monat über Symptome, wurde aber offenbar nicht erst genommen.

Johnny Alfrey aus der nordenglischen Stadt Littleborough klagte wochenlang über Müdigkeit, Erbrechen und Migräne. Zusammen mit seiner Mutter Julie suchte der 22-Jährige wiederholt ein Krankenhaus auf, um den Grund seiner Symptome zu klären. Die Ärzte nähmen den jungen Studenten aber offenbar nicht ernst und schickten ihn wieder nach Hause. Einen Monat später starb Johnny plötzlich. Ein Gericht soll nun klären, ob es sich um einen Fall von Ärzteversagen handelt.

Julie Alfrey schildert vor dem „Rochdale Coroner’s Court“ den Fall. Ihr Sohn habe zunächst über Müdigkeit und schwere Beine geklagt, ehe sich sein Zustand massiv verschlechterte. Der 22-Jährige musste sich immer wieder übergeben, litt an starker Migräne sowie an Schlaf- und Essstörungen.

Student wurde nicht ernst genommen

Am 23. Mai raste sie zusammen mit ihrem Sohn in eine Notfallklinik. „Er war schweißnass, und seine Lippen waren blau“, schildert die Mutter. Die Ärzte führten Johnnys Symptome auf einen Alkoholentzug zurück und schickten den Studenten wieder nach Hause. In Folge wurde der 22-Jährige von Krankenhaus zu Krankenhaus überwiesen, aber scheinbar nirgendwo ernst genommen.

Am 8. Juni verschlechterte sich Johnnys Zustand erneut rapide. Die Ärzte stellten nun ein Leberversagen fest, konnten den Grund dafür aber nicht finden. „Er sagte immer wieder: ‚Erlöse mich von meinem Elend.‘“, schildert die Mutter vor Gericht. Zwei Wochen später starb der junge Brite – eine Erklärung dafür gibt es bis heute nicht.

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