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Panzer-Rache: Was plant Putin als nächstes?

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Nach langem Zaudern wurde es beschlossen: Deutschland liefert Leopard-Panzer in die Ukraine. Im Kreml gehen die Wogen hoch, man spricht von einer „direkten Beteiligung am Konflikt". Was plant Putin als nächstes? Kommt jetzt die Panzer-Rache?

Die Spannungen im Ukraine-Krieg waren wohl noch nie so drastisch, wie jetzt. Zumindest für Deutschland und die Nato. Nach dem Beschluss der deutschen Bundesregierung, Leopard-2-Panzer an die Ukraine zu liefern, zeigt sich der Kreml empört. Von einer „direkten Beteiligung am Krieg" ist die Rede - womöglich eine Drohung. 

Eine Möglichkeit, die Putin im Angriffskrieg gegen die Ukraine in Betracht ziehen könnte, wäre wohl, seine Frühjahrs-Offensive vorzuziehen. Die deutschen Leopard-2-Panzer werden frühestens in drei Monaten ukrainischen Boden berühren. Russland könnte diese Zeit nutzen, um möglichst viel Land zu gewinnen. 

Strebt Putin eine erneute Teilmobilisierung an?

Eine andere Möglichkeit wäre, dass Putin erneut eine Teilmobilisierung anstrebt. Ein "CNN"-Bericht legt nahe, der Kreml-Herrscher wolle wohl 200.000 frische Rekruten an die Front schicken - offiziell wird das von Russland dementiert, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. 

Die dritte Möglichkeit: Putin erklärt uns oder der Nato den Krieg, gilt als äußerst unwahrscheinlich. Wie die Sicherheitspolitikerin Katja Leikert (47, CDU) gegenüber der Bild erklärt: „Putin schafft es derzeit nicht, die Ukraine militärisch zu besiegen, obwohl er alles daran setzt" 

Pistorius rüstet das Bundesheer 

Der neue Verteidigungsminister Boris Pistorius rüstet indes das Bundesheer auf. Laut "Bild" werden 116.000 Kälteschutzjacken, 100 Maschinengewehre MG3 inklusive 500 Ersatzrohren und Verschlüssen, sowie 50 Transporter Typ Dingo bestellt. Die 14 Panzerhaubitzen, welche in die Ukraine verfrachtet werden, sollen nachbestellt werden. Und: Für 22 Millionen Euro werden 28.000 Gefechtshelme bestellt.

Letzteres erinnert schwer an Pistorius' Vorgängerin Lambrecht. Zu Beginn der russischen Invasion in die Ukraine verkündete sie voller Stolz, 5000 Helme an die Ukraine zu liefern. Sie sprach von einem „ganz deutlichem Signal." Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko sprach von einem "Witz". Man brauche Waffen zum Verteidigen, keine Helme. 

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