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Russland-Spannungen: Wann kommt der Atomkrieg?

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Die Lage im Ukraine-Krieg spitzt sich zu. Auch Deutschland und die Nato könnten zur Zielscheibe von Putins Atomwaffen werden. 

Lange wurde gezögert, ehe die Lieferung von Leopard-Panzern von der deutschen Bundesregierung stattgegeben wurde. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) erklärte später, das Zaudern sei Teil der Taktik gewesen, man wollte sehen, wie Russland reagiert. Diese Frage ist jetzt, auch nach dem langen Zögern, noch immer hoch aktuell. Wie reagiert Putin auf die Lieferung von deutschen Leopard-Panzern in die Ukraine?

Im Kreml spricht man von einer „direkten Beteiligung im Konflikt". Heißt im Klartext, dass Russland Deutschland zur Kriegspartei erklärt. So weit nichts neues, bereits in der Vergangenheit hat Putin dies bei vielen Gelegenheiten erklärt. Er warf der Nato und den USA bei vielen Gelegenheiten vor, bereits aktiv und direkt im Krieg beteiligt zu sein. Doch eine Kriegserklärung blieb aus. 

Atomkrieg äußerst unwahrscheinlich

Dabei dürfte es wohl auch bleiben. Kreml-Herrscher Putin und seine Truppen zeigen sich bereits mit der Einnahme der Ukraine teilweise maßlos überfordert. Eine schnelle Besetzung des souveränen Staates war geplant, mittlerweile dauert der Krieg schon fast ein Jahr an. Sich in dieser Situation auch noch mit der großen Nato oder Deutschland anzulegen, wäre wohl fatal für Russland. Ein Atomkrieg gilt daher als äußerst unwahrscheinlich. 

Sollte es jedoch dazu kommen, wäre auch eine entscheidende Frage, wie China darauf reagieren würde. Würden sie Russland zur Seite springen? Oder sich gänzlich raushalten? Die Zeichen stehen aktuell jedoch so, dass sich diese Fragen nicht stellen werden müssen.

Atomkriegsuhr vorgestellt 

Die Atomkriegsuhr, welche von Experten, darunter 17 Nobelpreisträger eingestellt wird, gibt ein Maß für die Wahrscheinlichkeit einer Atom- oder Klimakatastrophe. Sie spielt auf die Redewendung "es ist fünf vor zwölf an". Erst kürzlich wurde sie um zehn Sekunden auf 90 Sekunden vor zwölf gestellt. 

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