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Star-Journalist Hersh enthüllt Ausmaß der Ukraine-Korruption

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Der umstrittene Journalist Seymour Hersh schlug mit seinen Enthüllungen rundum die Anschläge auf die Nord-Stream-Pipelines Schlagzeilen. Jetzt veröffentlichte er einen Bericht, der das Ausmaß der Korruption in der Ukraine zeigen soll. 

Wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Artikel des Investigativ-Journalisten Seymour Hersh hervorgeht, sollen 400 Millionen US-Dollar an Hilfsgeldern des Westens von der Ukraine veruntreut worden sein. Hersh zufolge verschwand das Geld in unterschiedlichen dunklen Kanälen. 

Seymour Hersh

Der umstrittene Star-Journalist Seymour Hersh.

© Getty Images / oe24
× Seymour Hersh
Investigativ-Journalist Seymour Hersh. 

Des Weiteren schreibt er, habe die Ukraine, um die Mobilität des Militär zu gewährleisten, Diesel aus Russland kaufen müssen. Das Hilfsgeld der westlichen Nationen, welches für Dieselkraftstoff gedacht war, wurde laut dem Bericht abgeschöpft. 

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Hersh, der sich auf Geheimdienstquellen beruft, behauptet auch, die Ukrainer seien äußerst Kreativ beim Gründen von Scheinfirmen, mit denen sie Verträge mit privaten Waffenhändlern in aller Welt abschließen. Diese sollen nur mit Schmiergeldzahlungen zustande kommen, so Hersh. 

Bruch zwischen Geheimdiensten und US-Regierung

Der CIA soll laut Bericht davon wissen - die amerikanische Regierung die Hinweise jedoch ignorieren. Dieser Sachverhalt soll auch zu einem Bruch zwischen den Geheimdiensten und der US-Regierung geführt haben. Auch weil die Geheimdienste vor einer Sprengung der Nord-Stream-Pipelines warten und Biden sie angeordnet haben soll. 

Seymour Hersh wurde für seine früheren Enthüllungs-Berichte bereits mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet, geriet aber mit seinen letzten Berichten in Verruf, da er sich oft nur auf eine einzige anonyme Quelle beruft. Im Februar behauptete er, die USA steckten hinter den Nord-Stream-Sprengungen und schlug damit Schlagzeilen. Einige Tage später berichteten die "New York Times " und die "Zeit", eine pro-ukrainische Gruppierung würde dahinter stecken.

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