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Wahl in Niederösterreich: ÖVP mit historischer Schlappe, FPÖ gewinnt stark dazu

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Bei der Landtagswahl in Niederösterreich hat die Österreichische Volkspartei (ÖVP) eine historische Niederlage erlitten. Die Partei des Bundeskanzlers Karl Nehammer steht auf Bundesebende ohne Mehrheit da. Die Wahl in dem Bundesland galt als wichtiger Stimmungstest. 

Wien. Laut der ersten SORA-Hochrechnung für den ORF kommt die Volkspartei auf nur mehr 39,7 Prozent - nach 49,63 Prozent im Jahr 2018. Die FPÖ erreicht demnach 25,4 Prozent und überholt die SPÖ, die laut Hochrechnung verliert und auf 20,7 Prozent kommt. Die Grünen erreichen 7,3 Prozent, die NEOS 6,2 Prozent. Nach geltendem Wahlrecht verliert die ÖVP damit die Mehrheit in der Landesregierung. Die 39,7 Prozent bedeuten auch den historischen Tiefststand Bei der vorigen Landtagswahl in dem östlichen Bundesland hatte die ÖVP im Jahr 2018 noch 49,6 Prozent der Stimmen erhalten. 

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Karl Nehammer, Bundeskanzler von Österreich

© Virginia Mayo/AP/dpa
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Starke Zugewinne für rechte FPÖ

Mit einem Zugewinn von mehr als 10 Prozentpunkten wurde die FPÖ zur zweitstärksten politischen Kraft hinter der konservativen ÖVP von Ministerpräsidentin Johanna Mikl-Leitner auf. Die sozialdemokratische SPÖ verliert demnach gegenüber 2018 und muss ihr historisch schlechtestes Wahlergebnis hinnehmen.

Die FPÖ kritisierte in ihrem Wahlkampf die Bundesregierung wegen der gestiegenen Asylbewerber-Zahlen und wegen der Russland-Sanktionen. In bundesweiten Umfragen liegt die FPÖ seit Wochen an erster Stelle, gefolgt von den ebenfalls oppositionellen Sozialdemokraten (SPÖ). Die ÖVP liegt nur auf dem dritten Platz.

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