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Nach Italien: Auch Deutsche Behörden prüfen Verbot von ChatGPT

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Muss Deutschland bald auf den KI-Chatbot ChatGPT verzichten?  

In Italien hat die Datenschutzaufsichtsbehörde Il Garante den Chatbot gesperrt, nachdem vertrauliche Informationen (Nutzergespräche und Zahlungsinformationen) von Nutzern geleakt wurden. Auch die pausenlose Weiterentwicklung des Bots durch Nutzerfragen wird in Italien kritisch betrachtet.

Deutsche Behörden prüfen laut dem Portal "pleiteticker.de" nun ebenfalls ein Verbot von ChatGPT, wie ein Mitarbeiter des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) bestätigte. Sprecher Christof Stein gegenüber pleiteticker:„Der BfDI arbeitet mit der italienischen Datenschutzaufsichtsbehörde Il Garante sehr eng zusammen. Wir haben sie zur Sperrung von ChatGPT bereits um weiterführende Informationen gebeten und werden diese dann an die zuständigen Landesdatenschutzaufsichtsbehörden und Landesmedienanstalten weitergeben.“  Eine Entscheidung würde in den Zuständigkeitsbereich der Landesdatenschutzbehörden fallen. 

Die KI-Technologie hinter ChatGPT ermöglicht es dem Chatbot, in Echtzeit auf Anfragen zu reagieren und Texte, Grafiken sowie Fotomontagen zu erstellen. Experten warnen jedoch vor Missbrauch, insbesondere in der Verbreitung von Fake News und der Manipulation öffentlicher Meinungen.

Das Durchgreifen der Italiener wird die Diskussion um die Sperrung von ChatGPT in Deutschland vermutlich vorantreiben. Allerdings könnte ein Verbot auf erheblichen Widerstand stoßen, da viele Unternehmen und Privatpersonen die Technologie bereits intensiv nutzen.

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